Ein kleines Team von vier Personen organisiert die Ausstellung WIR Schwalmtaler*innen. Jede/r für sich eine Expertin, ein Experte auf ihrem/seinem Gebiet. Heute stellen wir aus diesem Team Werner Lüders vor. Er ist der Fotograf für dieses Projekt und wir sind sehr glücklich, dass er dabei ist.

Alle Schwalmtaler*innen, die in den sozialen Medien aktiv sind, kennen Werner Lüders oder zumindest haben sie schon Fotos, die er gemacht hat, gesehen. Denn an diesen Bildern kommt man im Netz eigentlich nicht vorbei. Wo es etwas zu sehen gibt, dass sich zu fotografieren lohnt, ist Werner Lüders zur Stelle. Und man kann ganz sicher sein, dass er eine seiner Kameras dabei hat. Seine Fotos sind meist eindrücklich und bleiben nachhaltig im Gedächtnis. Er ist ein Garant dafür, dass man jetzt schon sagen kann: Diese Ausstellung wird voller Eindrücke, wird im besten Wortsinn eindrucksvoll sein.

Werner Lüders wurde 1954 in Dülken geboren und ist inmitten einer großen Familie mit neun Geschwistern in Brüggen aufgewachsen. Als Jugendlicher hat ihn die Hippie-Ära geprägt und er liebt noch heute die Musik aus dieser Zeit. Schulisch und beruflich ist er in Mönchengladbach gelandet. Er arbeitet seit über 30 Jahren als geschäftsführender Gesellschafter einer Immobilienverwaltung in Rheydt.

Vor rund 10 Jahren ist er nach Schwalmtal gezogen und hat, wie er sagt, in Amern seine Heimat gefunden. Hier lebt er mit seinen beiden größten Schätzen, die er auch seinen ganzen Stolz nennt: mit seiner Frau Elisabeth und seiner 7-jährigen Tochter Anna. Zu seiner Familie gehören außerdem noch ein Hund, acht Katzen und vier Wellensittiche.

 

Was bedeutet für dich Heimat?

Heimat muss mir das Gefühl von Geborgenheit vermitteln. Heimat ist für mich nicht nur eine Gegend, ein Ort, mein Zuhause … das kann auch die kleine Hand meiner Tochter sein, die ich festhalte.

Was heißt für dich Integration? Wann ist jemand integriert?

Integration bedeutet für mich die wechselseitige Bereitschaft, am Leben anderer Menschen teilzuhaben, mit Menschen ins Gespräch zu kommen.

Du bist ein begeisterter Fotograf. Wie bist du zur Fotografie gekommen?

In der Schule bin ich mit dem Fotografieren infiziert worden. Vor über 40 Jahren habe ich mir meine erste Spiegelreflexkamera gekauft, die ich heute noch gelegentlich benutze. Längst schon bin ich aber im digitalen Zeitalter der Fotografie angekommen, liebe den besonderen Look einer Leica und einer digitalen Mittelformatkamera.

Hast du einen Lieblingsplatz/-ort in Schwalmtal?

Mein absoluter Lieblingsort ist der Heidweiher.

Und ein Lieblingsfotomotiv?

Meine Lieblingsfotomotive sind Menschen, ganz besonders natürlich meine Tochter Anna. Sehr gerne fotografiere ich auch Veranstaltungen in meiner Heimat. Du hast mir dafür sogar den Titel „Schwalmtaler Hofbildberichterstatter“ verliehen. Meine Sprache sind eben die Bilder.

Man sieht dich fast nur mit Hut. Modetick und persönliches Stilmerkmal oder tieferer Sinn?

Hut oder Kappe gehören einfach zu mir, genauso wie meine angeborene Raubeinigkeit und mein Land Rover Defender – ein Lebensgefühl.

Gibt es ein Mantra, einen Leitspruch, der dich durch dein Leben begleitet?

Mein Motto im Umgang mit anderen Menschen lautet: „Gebe niemals jemand anderem ungefragt einen Ratschlag“.

Und gibt es etwas, dass du unbedingt los werden möchtest, das in keine der nun möglichen Antworten passt?

Ja. In der heutigen Gesellschaft wünsche ich mir eine Abkehr vom Materiellen hin zu mehr Menschlichkeit.

Lieber Werner, vielen Dank für dieses Interview und für deine Bilder. Bilder sind deine Sprache sagst du. Wir wünschen uns, dass du uns noch ganz viele Geschichten in deiner Sprache erzählen wirst.

Wer sich für unser Projekt WIR. Schwalmtaler*innen interessiert – hier findet ihr weitere Interviews und alle bisherigen Beiträge aus unserem Making of.

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